Gewissen
Shownotes
**Rund um den internationalen Tag des Gewissens am 5. April gehen wir der Frage nach, wie das Gewissen unser Leben lenkt und beleuchten die Gewissenentscheidungen zweier Männer. **
Andreas Schmoller, Leiter des Franz und Franziska Jägerstätter-Instituts der Katholischen Privatuniversität in Linz, erklärt, was das Gewissen eigentlich ist, warum Gewissensfreiheit wichtig ist, aber auch, warum das Gewissen nicht als Ausrede genommen werden darf. Anhand von Franz Jägerstätter zeigt er auf, wie schwierig der Kampf ums Gewissen sein kann: „Das Abwägen – moralische Werte, christliche Werte - ,Du sollst nicht töten´ - die Ablehnung eines totalitären Regimes – all das waren Argumente, die er durchdenken musste, und wo er auch bis zum Schluss Zweifel hatte, ob er sich nicht vielleicht dennoch irrt. Und er hat gewusst, seine Entscheidung kostet ihn das Leben.“
Vor 50 Jahren konnten in Österreich erstmals Männer den Zivildienst antreten und damit den Dienst an der Waffe verweigern. Auch für Friedrich Reischauer war die Entscheidung zum Zivildienst Anfang der 80er Jahre eine Frage des Gewissens. In der Kindheit vom Elternhaus und dem örtlichen Pfarrer geprägt, entschied er sich für ein gewaltfreies Leben: „Die Gewaltfreiheit ist mir ein großes Anliegen, und ich möchte schon behaupten, dass ich das durchtragen kann. Es gibt natürlich Situationen, die sehr herausfordernd ist. Aber ich habe einen starken Glauben und ein großes Vertrauen, gewaltfrei bleiben zu können.“