Glück

Shownotes

Viel Glück im neuen Jahr – Glückwünsche zum Jahresbeginn sind Tradition. Doch was meinen wir eigentlich, wenn wir einander Glück wünschen? In Folge #45 sprechen wir mit zwei Expert:innen darüber, was Glück aus medizinischer und philosophischer Sicht bedeutet – und was wir tun können, um unserem eigenen Glück ein Stück näher zu kommen.

Zu Gast sind Prim. Dr. Katharina Glück, Fachärztin für Psychiatrie am Klinikum Wels-Grieskirchen und Univ.-Prof. Mag. theol. Dr. phil. Michael Hofer, Vorstand des Instituts für Theoretische Philosophie der KU Linz. Mit Prof. Michael Hofer beleuchten wir, welche Facetten von Glück es aus philosophischer Sicht gibt, wie sich die verschiedenen philosophischen Schulen darin unterscheiden und wie sich Glücksvorstellungen seit der Antike verändert haben. Wir sprechen darüber, ob ein gelungenes Leben automatisch ein glückliches Leben ist, ob wir allein für unser Glück verantwortlich sind – und warum die Jagd nach dem Glück das Gegenteil bewirkt: „Es gibt ein lustiges Zitat von einem Philosophen, der sagt, die meisten Leute gehen mit dem Glück so um, dass sie direkt darauf losrennen und gehen davon aus, dass das Glück eine Tür ist, die sie aufstoßen können. Was ist aber, wenn die Tür nach außen aufgeht? Das heißt, indem ich direkt hinrenne, knalle ich gegen die Tür und verhindere damit die Eröffnung des Glücks.“

Prim. Katharina Glück erklärt, was in unserem Körper passiert, wenn wir einen Moment des Glücks erleben, welchen Anteil unsere Genetik hat und welche Rolle unsere Lebenserfahrungen spielen. Außerdem spricht sie darüber, warum das Sammeln einzelner Glücksmomente noch kein glückliches Leben ausmacht – und welche wissenschaftlich belegten Methoden tatsächlich helfen, unsere Glücksfähigkeit zu steigern: „Was ich besonders schön finde: wenn man ein Ehrenamt ausübt, sich für Menschen engagiert, denen es schlechter geht, oder auch Spenden erhöht die eigene Zufriedenheit, also dieses Sprichwort ‚Geben ist seliger denn Nehmen‘ ist tatsächlich wissenschaftlich belegt.“