Glaube

Shownotes

Glaube kann Berge versetzen. Er kann Halt geben, Hoffnung schenken und Menschen durch schwierige Zeiten tragen. Gleichzeit ist er oft auch mit Fragen oder Zweifeln verbunden. Für die einen ist er ein fester Anker im Leben, für die anderen hat er kaum Bedeutung.

In Folge #50 gehen wir im Gespräch mit Robert Janschek, Seelsorger in der Pfarrgemeinde Gallneukirchen in der Pfarre Mühlviertel Mitte, den Fragen nach, was Glaube ist, wie man ihn finden kann und welche Rolle er im Alltag der Menschen heute spielt. Er erzählt von seinem eigenen Glaubensweg - zu dem auch Glaubenskrisen gehören - und erklärt, wann Glaube eine wichtige Ressource sein kann, die Übung braucht und warum Glaube als Sinngeschichte verstanden werden muss: „Die Bibel ist kein naturwissenschaftliches Erklärungsbuch. Gott setzt einen Sinn in die Welt, in dem er sagt, er sah, dass es gut war. Und der Sinn, der dahinter steht, ist: Die Welt ist an sich ein guter Ort, und der Mensch ist an sich ein guter Mensch. Der Glaube an die Dreieinigkeit und wenn der Priester die Hostie und den Wein in Leib und Blut Christi wandelt – das sind keine naturwissenschaftlichen Vorgänge, und man darf sie auch nicht so verstehen, sondern sie haben einen Sinngehalt, der unser Leben bereichern kann. Es gibt in anderen Teilen der Welt andere Sinngeschichten, die vorherrschend sind, und wir haben alle eine Perspektive auf das Transzendente, wir hängen einer Geschichte an, aber am Ende des Tages ist es ein Glaube und kein Wissen."

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00:00:00:

00:00:03: Glauben ist ein Wort, das wir alle kennen und dass sich doch nur schwer greifen lässt.

00:00:08: Glaube kann Berge versetzen Halt geben und Hoffnung schenken.

00:00:12: Er trägt Menschen durch schwere Zeiten Und gleichzeitig wirft er Fragen auf.

00:00:17: Zweifel gehören oft genauso dazu wie Vertrauen.

00:00:21: Für manche ist Glaube ein fester Anke im Leben für andere bleibt er fremd oder ohne Bedeutung.

00:00:26: Diesem vielschichtigen Thema wollen wir uns in dieser Folge von Mystik und Geist Wittmann gemeinsam mit Robert Janschek.

00:00:33: Er ist Seelsorge einer Pfarrgemeinde Gallenau-Kirchen, der Pfarrer Müllviertel Mitte.

00:00:38: Lieber Robert!

00:00:39: Du begleitest ja Menschen auf ihren Glaubenswegen.

00:00:41: Und da möchte ich dir gleich zu Beginn die grundlegendste Frage stellen Was ist Glaube?

00:00:48: Glaube ist für mich die persönliche Beziehung mit Gott lebe, anders gesagt die persönliche Beziehung mit dem göttlichen.

00:01:01: Es ist vielleicht ein bisschen offener nur bei Sionnetenur den drei einigen christlichen katholischen Gott gibt sondern ganz viele andere Glaubensvorstellungen und insofern ist glaube ich so ein allgemeiner Satz hinter dem wir stehen wird.

00:01:20: es ist die persönlicher beziehung.

00:01:27: Wie kann man seinen Glauben finden?

00:01:29: Also wie kommt man zum Glaubem.

00:01:32: Das ist eine sehr schwierige Frage, weil es glaube ich keine allgemeinen Rezepte dafür gibt und das unterscheidete bei uns zwar wahrscheinlich ganz deutlich, wie der persönliche Bezug oder die persönlichen Begegnung mit Glaubensthemen ist.

00:01:51: Bei mir war das ganz klar familiär begründet, ganz starke Erfahrung in der Kindheit.

00:01:58: Aber es war sehr speziell weil mein Opa war Mesner und mein Oma war Pfarrhaushörterin.

00:02:02: Das heißt ich bin in einer Pfarr aufgewachsen und habe dort diesen vor allem diesen Gemeinschaftsaspekt einer Kirchengemeinde mit der Muttermilch aufgesogen sozusagen.

00:02:19: Und dann erst viel später nach der Schule mit der universitären Ausbildung einen Glauben entdeckt für mich, der auch noch sehr viel tiefer geht.

00:02:31: Und dann gepaart mit gesundheitlichen Lebenskrisen entteckt das dieser Glaube halten kann in Momenten wo er eigentlich nichts mehr hält und wo man ja nach jedem Haltegriff greift, der sie irgendwo noch anbietet.

00:02:49: natürlich Familie ist sehr stark aber es gibt ja mehr im Leben als Familie.

00:02:56: Und da ist glaube ich etwas, das dann sehr konkret und sehr klar hilfreich wird in dem Leben als eine Ressource.

00:03:08: Also Glaube kann eine Reseuse sein?

00:03:11: Welche Rolle spielt diese Ressourse Glaube heute am Alltag der Menschen?

00:03:15: Wo merkst du gibt es einen Halt und wann wenden sie sich ihr zu?

00:03:20: Ich glaube in unserer Zeit ist die Beschäftigung mit dem Glauben ein gewisses Luxusthema.

00:03:28: Die Frage nach dem Glauben ist eigentlich in ganz viel Lebensphasen überhaupt nicht relevant, weil es gut läuft bei der Terminkalender voll genug ist dass ich mich mit einem Thema wie Religion oder Sinnsuche oder Glaubens beschäftigen muss.

00:03:44: Die Momente wo's sehr konkret wird sind Erfahrungen an der Krise die wir in unserem breiten jetzt als Gesellschaft eigentlich nicht mehr wirklich haben.

00:03:55: Und jetzt sind die persönlichen Krisenerfahrungen, die Menschen glaube ich auch bei uns in der Vorgemeinde sehr oft machen ist das Ableben eines Menschen.

00:04:03: Das heißt da Tod und wenn er ins Leben tritt dann wird auch... Ich würde nicht mal sagen die Frage nach dem Glauben relevant weil es da auch wieder sehr individuell ist ob Glaube davor schon immer im Leben präsent war, ob der Verstorbenen oder dem Verstorbene wichtig.

00:04:22: Dann ist Glaube auf einmal relevant, wann aber das Leben eigentlich ohne einen klaren Glaubensbezug stattgefunden hat wie es heute auch sehr oft ist.

00:04:32: Auch bei älteren Menschen dann in diesem Moment nicht die große Frage nach Gott auf einmal da.

00:04:41: Anders ist es bei Personen, die ein sehr starkes Glaubungsbewusstsein haben persönliche Glaubenspflege, weil sie Mitglieder der Kirchengemeinde sind oder weimar aus welchen Gründen auch immer Gewissenheit in seinem persönlichen Leben mit Gott gemacht hat.

00:05:00: Mit der Erfahrung ob das dann Maria ist?

00:05:03: Das ist im brauchtümmlichen Kontext.

00:05:05: nur auf der sehr starke Figur an die Menschen denken.

00:05:09: Oder grad zu Ostern hat man oft dieses Rückbinden auch an die Geschichte Jesu Tod und Auferstehung Der spürt hinein.

00:05:19: Aber Menschen, die in ihrem Leben glauben pflegen, glauben trainieren in gewisser Weise, weiß es ja einfach damit beschäftigen wie wir ein anderer fünf Tage in der Woche ins Fitnessstudio gehen.

00:05:32: Die haben in so Krisenmomenten eine Ressource auf dies zurückgreifen können.

00:05:39: und ebenso ist das mit den Themen Krankheit.

00:05:43: wenn alles weggefallen hat in deinem Leben was sie gehalten hat und du machst die Erfahrung Da ist eigentlich gar nichts mehr, was mich heute außer eben dieser letzte Gedanke, dieser letzte Glaube.

00:05:55: Die letzte Hoffnung, dass Gott in meinem Leben mit mir geht und mich nicht fallen lässt wie vielleicht einmal ein Freund oder wie vielleicht mal eine Beziehung, die zerbricht.

00:06:08: Wie ein Verein wo ich nimmer gern gesehen bin dann kann ich mich aber trotzdem vielleicht verlassen das mich daher Gott nicht fallen lasst.

00:06:20: Und das ist eine Erfahrung, die schon im Kontext gerade von Krisenerlebnissen vom Menschen, wo glaube ich Relevanz hat in besonderem Form.

00:06:32: In einer Gesellschaft, in der wir heute leben, wo aber diese Krisenerfahrungen nicht alltäglich sind und nicht allwöchentlich oder monatlich – manchmal nicht einmal alljährlich Man kann es glaube ich wirklich mit Sport vergleichen.

00:06:52: Wenn ich nicht trainiere und die Würen Marathon renne, dann wird das nicht wirklich gut funktionieren.

00:06:59: Und wenn immer ein Wort, so wie ich es anfänglich gesagt habe diese persönliche Beziehung...wann der keine Beziehungen da ist auf die zurückgreifen kann?

00:07:08: Mit dem göttlichen, dem Transcendenten, dem spirituellen Dann ist es in diesem Moment dann ganz schwarz da was heraus zu ziehen.

00:07:18: Wenn ja aber trainiert bin und nicht Training als ein Leistungsschau.

00:07:23: Das ist ganz wichtig, dass man das da nicht in die Richtung denkt sondern wirklich Training als eine Beschäftigung, man kennt das Landläufig als Beten dieses persönliche Beziehungen aufbauen mit dem Gott, den wir hier erfahren können.

00:07:43: Wenn jetzt jemand zu dir kommt weil er sich für Glauben interessiert also seinen Glaub sucht was würdest du dem Raten, wo oder wie soll er anfangen?

00:07:52: Also zum Beispiel einfach mal in einer Bibel lesen.

00:07:55: Die

00:07:55: Bibellesen ist so zweischneidig!

00:07:58: Weil du kannst die Bibel und greifst vielleicht fünf Mal in dieses dicke Buch hinein und denkst, was für Texte passieren das fünfmal irgendwelche Geschichten dann liest, was du denkst na was haben sie sich da dabei doch, das ist ja heute nicht mehr vertretbar.

00:08:16: aber ja begleitetes Bibel- lesen ist super.

00:08:19: Ich weiß, dass das polarisiert.

00:08:21: Aber KI ist auch in diesem Thema mittlerweile eine von möglichen Ressourcen die man anzapfen kann immer mit der gewissen Vorsicht die man weiten lassen muss.

00:08:36: Begegnung also.

00:08:38: wenn du das Beispiel geschildert hast ja hierher kommt dann werde ich mich mit dir auf die Suche begeben wo dein Glaube ist und zu finden ist, wo deine persönliche Beziehung mit dem Transzendenten anfängt.

00:08:56: Und was deine Vorstellungen sind?

00:08:58: Ob man da im christlichen Glaubensschatz etwas finden, was dementspricht oder ob es vielleicht eine andere Glauben Richtung gibt die besser für dich passt.

00:09:10: Woher oder wann hast du gewusst dass für dich der Glaube der romisch-katholischen Kirche der passende ist?

00:09:17: Also diese Frage kann man glaube ich nicht beantworten, ohne dass man eben das biografische mit einbezieht.

00:09:22: Und bei mir war es komplett klar vorgegeben.

00:09:25: Ich hab's anfänglich gesagt... Mein Opa war ein Mesner und mein Oma war eine Vorherselterin und ich bin mindestens einmal in der Woche im Vorrahr am Mittagstisch gesessen.

00:09:38: Und ich glaube, das ist eine ganz wichtige Perspektive, die sich jeder Mensch einüben sollte, der ganz überzeugt glaubt.

00:09:45: Wäre ich in Islamabad geboren Dann hätte ich, glaube ich nicht den christlichen Glauben aussehe.

00:09:51: Hätte einer der wenigen Familien erwischt in die ich hineingeboren worden wäre, die halt dort christlich ist und insofern... Und das ist ja auch Gott sei Dank aufgehoben worden.

00:10:10: dieser katholische Anspruch dass man der einzig wahre Verkünder des Wahnglaubens ist größten und wichtigsten Glaubenssätze in meinem Leben, wenn du keinen Raum mehr für Zweifel hast.

00:10:27: In deinem Glauben, in deiner Beziehung mit Gott dann wäre ich sehr vorsichtig ob das noch Glaube ist oder nicht schon eine gewisse Ideologie der ich anhänge.

00:10:40: Also Zweifels gehören für dich zum Glaubenfest.

00:10:44: dazu gab es auch Phasen in deinem Leben in denen ein Glaube besonders herausgefordert war?

00:10:51: Ich habe in meinem Leben zwei gesundheitliche Krisen bis jetzt gehabt.

00:10:54: Die erste war im Alter von fünfzehn und damals war da schon sehr stark dieses Wieso ich, wieso nicht der krassen Kollege den ich nicht mag?

00:11:09: Und wenn man so will dann waren das damals sicherlich dieses Zweifel an einem guten Gott, der doch für mich da sein sollte.

00:11:18: Zwischen der ersten und der zweiten Krise die es sich in den Jahrzehnten manifestiert hat, habe ich trainiert.

00:11:29: Den Glauben hat mich nicht nur über ein Studium, sondern auch persönlich stark mit Gott beschäftigt, mit dem welche Rolle er in meinem Leben spielt und wo ich von diesem Gott gehalten bin – und natürlich auch in der beruflichen Erfahrung schon gemerkt habe, dieser Gott hält auch andere.

00:11:51: und in der Begegnung mit Gläubigen, hier vor Ort.

00:11:55: Und insofern ist das auch etwas ganz Wichtiges!

00:12:00: Ich darf an meinem Glauben und diesem Gott zweifeln.

00:12:04: Ich darf dir sogar verfluchern und klagen was geht.

00:12:07: Es gibt ein Buch in der Bibel,

00:12:09: d.h.,

00:12:10: Klagelieder.

00:12:11: Weil dieser Gott uns versteht, der weiß wie es uns geht.

00:12:16: Der hat seinen eigenen Sohn in diese Welt geschickt, um zu erfahren wie es Menschen geht.

00:12:23: Und da habe ich ein sehr, sehr positives Gottesbild.

00:12:25: auch, wo immer denke ich, wenn ich klage und zweifle dann werde mir verstehen wieso ich das tue?

00:12:31: Die Kirche ist das was sich der Glaube für Gemeinschaft liegt.

00:12:35: Studien zeigen jetzt dass Glaube heute privater und individueller wird.

00:12:38: Warum braucht es deiner Meinung nach trotzdem die Gemeinsschaft?

00:12:43: Ich würde sogar sagen, es braucht die Gemeinde nicht damit ich glauben kann Und das ist auch eine Notwendigkeit auf die Kirche heute schauen muss, dass Glauben heute anders stattfindet.

00:12:57: Nämlich wie du gesagt hast mit sehr viel Individualität und das war in der Geschichte der Kirche ganz selten so oder noch nie so stark wie jetzt.

00:13:07: In westlichen Europa ist da ein großes Ereignis, das zweite Vatikanum gewesen wo da gewisser Aufbruch war.

00:13:13: aber bis dahin Und das ist in meiner Großeltern-Generation, wenn ich mit denen rede darüber wie ihr Glauben gelernt habt.

00:13:21: Dann ist es nicht nur ein positives Bild sondern es ist sehr stark eigentlich ein gewisses Verpflichtetsein der Zwang unter Anführungszeichen in den Gottesdienst zu gehen aber man selber eigentlich gar nicht wohin hat und was heute für relevanter ist so sagen hätte Es ist wichtig wie du deinen Glaubem lebst zu Gott findest.

00:13:48: Der persönliche Spiritualität ist wichtig, ja?

00:13:50: Das ist über Jahrzehnte hinweg und wahrscheinlich über Jahrhunderte jetzt nicht im Fokus gestanden.

00:13:58: Und da hat sich dieser Gemeinschaftsgedanke sehr stark als positives Bild in diesem Glaubenserlebnis entwickelt – bis heute landauflandab gespürt man das ja, dass in Kirchengemeinden ganz viel Gemeinsicht ist!

00:14:14: Aber tatsächlich die konkrete Beschäftigung, dann mit der Spiritualität, die ja irgendwo dem Fahrgemeinden auch zugrunde liegt hat in meiner Erfahrung nicht den Stellenwert wie das Gemeinschaftserlebnis.

00:14:30: Sie haben ganz viele Gespräche mit älteren Vorgehmeindemitgliedern.

00:14:35: Wenn man über alte Zeiten spricht ist immer die Kirche gegangen und dann sind wir noch eine Frühschuppengange oder wir sind in Kirchen gegangen danach am Kirchenplatz zusammenstand und haben halt gewascht.

00:14:49: Dieser Gemeinschaftskarakter, der ist eigentlich von dieser Glaubensbegegnung zuerst im Gottesdienst kann man auch gar nicht trennen.

00:14:57: Und da ist natürlich, wenn man einen ehrlichen Blick auf die gesellschaftliche Entwicklungen hat dann hat die gewisse Krise, die die Kirche hat ja weil es natürlich weniger relevant wird ganz vieler zu tun mit einem veränderten Sozialverhalten.

00:15:13: Ich brauch diesen Fixpunkt in der Woche.

00:15:15: Nimmer, wo ich war, ist da drüben meine Leid.

00:15:18: Man hat mit meiner Eltern-Generation redet aber klar, dass der Sonntag die Kirche vielleicht gar nicht so relevant ist, der Gottesdienst.

00:15:24: Aber danach sehe ich meinen Freund, weil die auch gewusst haben das natürlich die Freien dort treffen und dann ist man vorgegangen, ist am nächsten Tag in den Kirchen gegangen und hat nach der Kirche darüber geredet was beim Vorgeh passiert ist.

00:15:39: Und diese Funktion ist in gewisser Weise mit den neuen Medien, mit dem Handy schon, ja?

00:15:45: Ist weggebrochen.

00:15:46: Das heißt ich brauche die Kirche nicht mehr nur in ihrer spirituellen Form, nicht mal wirklich in der Form wie es heute in die Sechskasiebzeigewähre relevant war sondern ich brauch diesen Gemeinschaftsaspekt eigentlich nicht mehr weil man ihn selber in der Russentorschung eigentlich herumtrage.

00:16:04: Aber merkst du vielleicht trotzdem, dass Menschen die Gemeinschaft wieder suchen?

00:16:08: Also die echte und nicht die virtuelle.

00:16:12: Wir merken einerseits im Gottesdienst Besucher und auch in unseren Gruppierungen hier in der Puhr.

00:16:19: also es ist kein Backlash wie man das so schon sagt oder es ist jetzt eine Flutwelle.

00:16:25: aber wir merken schon zarte Anfänge wieder, dass menschen wieder mehr Gemeinschafter Erlebnisse suchen im Kinder- und Jugendbereich, dass da wieder mehr danach gefragt und gesucht wird Gemeinschaftserfahrungen wieder präsenter zu haben.

00:16:43: Ich glaube das ist auch ein Bild was eventuell in Vereine wieder ein bisschen spürbar wird.

00:16:49: ich glaube dieser gesellschaftliche Wandel wie junge Leute sie treffen und auch ältere Menschen sich treffen und begegnen jegliche Institutionen gespielt ist.

00:17:01: Vielleicht auch Gedanke, der glaube wichtig ist.

00:17:04: Ob Glaube allein funktioniert?

00:17:06: Wir haben in der Urkirche einen Kreis von vermutlich zwanzig bis fünfzig Personen gehabt, die diese ganz starke Auferstehungserfahrung mit Jesus mitgegangen sind.

00:17:21: Also den Tod und danach erfahren haben, hey, der ist nicht tot!

00:17:26: Der ist noch unter uns, er ist mit unserem Weg.

00:17:31: Und diese Gemeinschaft ist wieder aller Wahrscheinlichkeiten gewachsen, wenn man historisch jetzt drauf schaut.

00:17:39: Und wächst über Kleinasien – also die heutige Türkei – hinaus und trifft auf Rom.

00:17:46: Auf diesem Weg macht sie ganz viele Begegnungen mit anderen Glaubensformen.

00:17:51: Nicht nur mit den jüdischen Glauben.

00:17:53: Die Urgemeinde war auch jüdisch!

00:17:56: Dann kommen Sie aber in Kontakt mit anderen Glabensvorstellungen mit der griechischen Philosophie und ein großes Datum für die Kirche in dieser Auseinandersetzung, mit verschiedensten Strömungen.

00:18:11: Da wurde gerungen um einen Glaubenssatz auf dem man sie einigen kann.

00:18:17: Damit man eben obwohl man in der damaligen Zeit noch weit weg war von Handy oder Telefon oder E-Mail waren wir mit Briefen in Kontakt und es war wichtig immer wieder daran zu erinnern, an was wir eigentlich glauben.

00:18:33: Und dadurch ist eine Gemeinschaft entstanden schließlich im Jahr threehundertfünfundzwanzig Konzil von Licea wo mit ganz viel Streiterei glaube ich, mit ganz viele Diskussionen ein Glaubensbekenntnis erarbeitet wurde und das wir heute in gewissen Zügen mit dem apostolischen Glauben Bekenntnis noch immer andocken.

00:18:58: Das heißt, wenn wir jetzt die COS-Grunddatum hernehmen, dann sind wir jetzt über tausend siebenhundert Jahre, haben wir ein Glaubensbekenntnis, das sich sommer und sommer herum nicht mehr wesentlich verändert hat.

00:19:15: Und es ist heute eine Glaubenbekenntnisse an dessen grundsätzlichen knapp zwei Milliarden Menschen auf der Welt eigentlich mehr oder weniger dazu bekennen.

00:19:27: Und das ist eine Dimension von gemeinsamen Glaubenen die man, glaube ich, nicht unterschätzen darf.

00:19:36: Dass es um eine Gemeinschaft zu bilden ganz wesentlich ist dass man einen gemeinsamen Fokus hat oder einem gemeinsamen Bezugspunkt und der Bezugspunkt ist für christliche Gemeinsachten auf der ganzen Welt Jesus Christus der gelebt hat, der gestorben ist und wo wir glauben das er auferstanden.

00:20:04: Meine letzte Frage noch an dich.

00:20:06: Ein häufiger Einwand lautet ja und den wirst du vielleicht auch schon zu hören bekommen haben, so wie es in der Bibel steht – so kann es ja gar nicht passiert sein!

00:20:13: Als beliebtes Beispiel wird da oft die Schöpfungsgeschichte genannt.

00:20:17: Wie erklärst Du das man trotzdem daran glauben kann?

00:20:21: Ich glaube die Schöffungsgeschicht ist tatsächlich das wenigste Problem.

00:20:25: wenn ich tauffenfeiere bevor ich eine Schriftlesung in der Taufliturgie feiere oder lese Dann setze ich immer davor, die Bibel ist kein naturwissenschaftliches Erklärungsbuch.

00:20:39: Das ist eine Sinngeschichte!

00:20:42: Gott setzt mit dieser Schöpfung einen Sinn in die Welt, indem er sagt, dass es gut war und er sagt das relativ häufig.

00:20:52: Und der Sinn, der dahinter steht, ist diese Welt an sich ein guter Ort und der Mensch ist an sich auch ein gutter Mensch.

00:20:59: Die Fähigkeit zum Guten, die ist uns eingegeben und die ist dieser Welt eingegebt.

00:21:05: Und es ist kein sinnloser Zufall in dem wir uns bewegen.

00:21:11: Es ist der Glaube an die Dreieinigkeit im Vater Sohn und Heiliger Geist.

00:21:19: Im hochkatholischen, theoretischem, dogmatischem heißt das Transsubstanzionslehre wenn der Priester im Wandlungsgebet die Hostie und den Wein in Leib- und Blutkristi wandelt.

00:21:35: Das sind keine naturwissenschaftlichen Vorgänge, man darf sie auch nicht so verstehen, glaube ich, sondern Sie haben einen Sinngehalt der unser Leben bereichern kann!

00:21:50: Und wenn ich immer vergegenwärtige, dass jedes Mal eine Messe mitfeiere, Jesus selbst in unserer Mitte präsent ist.

00:21:58: Weil wir an ihn so stark denken und weil wir daran glauben das er heute auch in unsere Mitte ist – In Fleisch und Blut!

00:22:06: Und wir auch ihn in uns aufnehmen können nicht nur, weil wir sein Wort hören und weil er da präsend ist sondern auch, weil man tatsächlich mit ihm in Verbindung treten.

00:22:16: Aber unser Bisschen Makawa keine Ballistisches.

00:22:19: Ja... aber so dürfen wir es nicht.

00:22:21: So sollten wir es nicht verstehen, sondern wie gesagt das ist eine Sinngeschichte.

00:22:26: Und es gibt in anderen Teilen der Welt andere Sinngeschichten die vorherrschend sind aber am Ende des Tages ist es ein Glaube und kein Wissen.

00:22:38: Mystik und Geist präsentiert von der katholischen Kirche

00:22:43: im Oberösterreich.